Custom Fields bei Twenty Twenty Four: Template anpassen oder erstellen

Custom Fields bei Twenty Twenty Four: Template anpassen oder neu erstellen

In diesem Beitrag zeige ich an einem Beispiel, wie man bei dem Standard-Theme Twenty Twenty-Four ein Template mit Custom Fields (benutzerdefinierte Felder) erstellt. Leider ist das aktuell nach meinem Wissensstand nicht ohne ein weiteres Plugin oder eigene Programmierung möglich. In diesem Beitrag verwende ich das Plugin GenerateBlocks, um benutzerdefinierte Felder im Frontend anzuzeigen. Erweiterte Möglichkeiten bietet das Plugin Advanced Custom Fields.

Wenn man spezielle Einträge bei Beiträgen benötigt, dann bieten die benutzerdefinierten Felder entsprechende Möglichkeiten. Wenn man z. B. einen Blog zu Kinderbüchern hat, bietet es sich an, wenn Angaben zur ISBN, zum Autor und zum Preis in speziellen Feldern gezeigt werden. Standardmäßig ist die Option für benutzerdefinierte Felder deaktiviert.

Aktivierung der Custom Fields

Die Aktivierung erfolgt über die Voreinstellungen. Das ist etwas versteckt und daher zeige ich in dem folgenden kurzen Video, wie man das aktiviert:

Custom Fields (benutzerdefinierte Felder) bei WordPress aktivieren
Custom Fields (benutzerdefinierte Felder) bei WordPress aktivieren

Was sind Custom Fields? – Ein kurzes Beispiel

Custom Fields, auch bekannt als benutzerdefinierte Felder, sind eine Funktion in WordPress, die es ermöglicht, zusätzliche Meta-Informationen zu Beiträgen, Seiten oder benutzerdefinierten Beitragstypen hinzuzufügen. Benutzerdefinierte Felder sind Paare aus Schlüssel-Wert-Daten, die es Usern ermöglichen, benutzerdefinierte Informationen mit ihren Beiträgen zu speichern.

Wenn man wie oben bereits erwähnt z. B. einen Blog zu Kinderbüchern hat, kann es günstig sein, wenn die Angaben zur ISBN, zum Autor und zum Preis in speziellen benutzerdefinierte Feldern, eben den Custom Fields hinterlegt werden. Diese benutzerdefinierten Felder können dann über ein entsprechendes angepasstes Template ausgegeben werden.

Nach der Aktivierung können diese zusätzlichen Felder wie folgt unter dem Content eingetragen werden.

Die Custom Fields (benutzerdefinierte Felder) für die Erfassung eines Kinderbuchs bei Twenty Twenty-Four
Die Custom Fields (benutzerdefinierte Felder) für die Erfassung eines Kinderbuchs bei Twenty Twenty-Four

Template bei Twenty Twenty-Four anpassen

Zunächst nehmen wir als Grundlage das Standard-Template von Twenty Twenty-Four für Beiträge (Einzelne Beiträge). Natürlich kann man auch das „Standard“-Template mit dem Namen „Einzelne Beiträge“ direkt entsprechend anpassen. Um die benutzerdefinierten Felder in einem speziellen Template für Twenty Twenty-Four zu verwenden, kann man z. B. ein Plugin wie GenerateBlocks einsetzen.

Info

Es ist zwar geplant, evtl. bereits in der kommenden WordPress Version 6.5 ein entsprechendes Feature anzubieten. Aber wie das genau aussehen wird, ist noch unklar.

Daher verwende ich hier als „kleine“ Option im Vergleich zu ACF das Plugin GenerateBlocks

20.2.2024: Siehe auch hier (Danke für den Hinweis von Peter Müller) und die Linkliste.

22.2.2024: Eine entsprechende kurze Erläuterung findet man auch in dem folgenden Beitrag von WP Tavern und in diesem Beitrag von Justin Tadlock

GenerateBlocks ist eine „kleine“, aber feine Bibliothek mit 6 Blöcken in der kostenfreien Version. Für diesen Fall verwenden wir den mit „H“ gekennzeichneten „Überschriften“-Block von GenerateBlocks. Wichtig dabei ist die richtige Einstellung bei den Eigenschaften des „H“-Blocks:

Die Einstellungen bei GenerateBlocks für Dynamic Data
Die Einstellungen bei GenerateBlocks für Dynamic Data

In dem Screenshot sieht man, dass im „POST META FIELD“ „Autor“ eingetragen ist. Leider sieht man bei der Eingabe nicht, welche Felder man definiert hat, d. h. es werden keine Vorschläge für die definierten benutzerdefinierten Felder angegeben. In unserem Beispiel sind das die Felder Autor, ISBN und Preis.

Twenty Twenty-Four: Ein neues Template erstellen

Wir erstellen zunächst über Design > Website-Editor ein neues Template, verwenden dafür ein individuelles Template und die entsprechende Vorlage. Anschließend wird der „H“-Block z. B. hinter dem Inhalts-Block eingefügt. In dem folgenden Video zeige ich am Beispiel des Autors, wie ich das entsprechende Feld einfüge:

Ein spezielles Template bei Twenty Twenty-Four (TT4) mit einem Custom Field (hier Autor) erstellen
Ein spezielles Template bei Twenty Twenty-Four (TT4) mit einem zusätzlichem Feld (hier Autor)

In dem Beispiel fehlt noch die korrekte Formatierung. Das kann man einfach erreichen, indem man den „H“-Block in einen Gruppen-Block oder den Container-Block von GenerateBlocks einbindet.

Zum Schluss muss man das neue Template dem Beitrag zuordnen. Indem man – wie in diesem Beispiel – einen Blog für Kinderbücher erstellt, der im Grunde ausschließlich entsprechende Beiträge beinhaltet, kann man natürlich – wie bereits erwähnt – auch das Standard-Template ändern. In dem Fall sieht man rechts bei den Eigenschaften zum Beitrag „Standard-Template“. Das kann man dann so belassen.

Das Template wird dem Beitrag zugewiesen
Das Template wird dem Beitrag zugewiesen

Achtung

Bei den Eintragungen im „H“-Block von GenerateBlocks bei Dynamic Data muss man unbedingt auch auf Groß- und Kleinschreibung achten.

In den folgenden Screenshots sieht man das fertige Template und die Ansicht im Frontend

Das fertige Template mit den Custom Fields (benutzerdefinierten Feldern) für die Erfassung eines Kinderbuchs
Das fertige Template mit den Custom Fields (benutzerdefinierten Feldern) für die Erfassung eines Kinderbuchs
Die Darstellung im Frontend
Die Darstellung im Frontend

Perspektive: Custom Fields mit Blöcken verbinden

In einer der zukünftigen Versionen von WordPress ist geplant, benutzerdefinierte Felder mit Gutenberg-Blöcken zu verbinden. Damit können zusätzliche Informationen oder von Ihnen erstellte Einstellungen (benutzerdefinierte Felder) direkt mit verschiedenen Teilen des Inhalts der Website verknüpft werden.

Advanced Custom Fields: Mehr Möglichkeiten

Das Plugin Advanced Custom Fields bietet noch wesentlich mehr Möglichkeiten. Das es bereits viele ausführliche Beiträge im Netz zu diesem Thema gibt, erspare ich mir hier weitere Ausführungen. Entsprechende Links zu Beiträgen zum Plugin Advanced Custom Fields findet ihr unter Links und Quellen.

Fazit

Auch bei dem Standardtheme Twenty Twenty-Four und damit auch bei allen Block Themes ist die Einbindung der Custom Fields in Templates möglich. Ob es zukünftig auch möglich sein wird, direkt über die Blöcke Custom Fields anzusprechen, ist zum Zeitpunkt dieses Beitrags noch unklar. Ggfs. werde ich diesen Beitrag zu gegebenem Zeitpunkt aktualisieren.

Links und Quellen

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4 Gedanken zu „Custom Fields bei Twenty Twenty Four: Template anpassen oder erstellen“

  1. Vielen Dank.
    Ich habe es gleich probiert. Klappt ausgezeichnet. Und die H Überschrift in Absatz geändert.
    Hast Du schon getestet, ob es auch mit dem Query-Loop funktioniert?

    Antworten

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