Zugriff auf Patterns (Vorlagen) in WordPress 7.0
Mit WordPress 7.0 erscheinen nicht synchronisierte Patterns (Vorlagen) im Editor standardmäßig nur noch eingeschränkt bearbeitbar. Das kann störend für den Workflow sein, wenn man als Administrator vollen Zugriff haben möchte. Im Beitrag erläutere ich, wie sich das darstellt und wie man das mit einem Snippet ändern kann.
Synchronisierte und nicht synchronisierte Patterns (Vorlagen)
Vorlagen (Patterns) sind vorgefertigte Block-Kombinationen in WordPress, die du in Seiten oder Beiträge einfügen kannst. Sie helfen dabei, wiederkehrende Layouts schnell zu erstellen, zum Beispiel für Hero-Bereiche, Hinweisboxen oder Kontaktbereiche.
Es gibt synchronisierte und nicht synchronisierte Patterns. Synchronisierte Patterns sind an mehreren Stellen gleich verbunden: Änderst du sie an einer Stelle, wird die Änderung überall übernommen (z. B. hier unten im Beitrag der Kontaktbereich ist solch ein synchronisierter Pattern).
Nicht synchronisierte Patterns funktionieren dagegen wie eine Vorlage zum Einfügen: Du kannst sie mehrfach verwenden, aber jede eingefügte Version lässt sich unabhängig bearbeiten.
Was sich mit WordPress 7.0 geändert hat
Insbesondere nicht synchronisierte Patterns können durch diese Änderung stärker wie geschützte Layout-Bausteine behandelt werden. Ohne diesen Code kann es passieren, dass du im Editor nicht mehr direkt an alle Inhalte eines Patterns herankommst oder nur reduzierte Bearbeitungsmöglichkeiten siehst.

In dem Screenshot sieht man deutlich, dass in dem Fall in der linken Spalte zunächst nur Zugriff auf die Absätze und Überschriften möglich ist. In der rechten Spalte kann man ganz rechts unter „Stile“ auch nur eingeschränkte Änderungen vornehmen.
Schauen wir uns das doch mal genauer in einem Video an:
Normalerweise kann man bei den unsynchronisierte Patterns (oder Vorlagen) nur die Inhalte wie Texte, aber nicht z. B. Innenabstände (padding) ändern. Um z. B. den Innenabstand wie im Beispiel zu ändern, muss man erst in der Werkzeugleiste auf „Vorlage bearbeiten“ klicken. Danach kann man dann beispielsweise den Innenabstand bei der Gruppe ändern. Wenn man diese Änderung durchgeführt hat, dann kann man wieder in der Werkzeugleiste auf „Vorlage verlassen“ klicken.
Keine Frage: Grundsätzlich ist das natürlich schon sinnvoll, um zu verhindern, dass man irgendwelche Designvorgaben ändert.
Wann der Code sinnvoll ist
Der Code ist vor allem dann hilfreich, wenn du …
- Inhalte, aber auch geringfügige Änderungen am Design (Ränder, etc.) direkt im Pattern bearbeiten willst,
- oder bei WordPress 7.0 vermeiden möchtest, dass der Editor zu stark eingeschränkt ist und damit dein Workflow gestört wird.
Snippet im Child Theme mit vollem Zugriff auf Patterns (Vorlagen)
Der Code sollte am besten in einem Child Theme oder in einem kleinen individuellen Plugin eingebunden werden, damit er bei Theme- oder Core-Updates erhalten bleibt.
/* vollen Zugriff auf Patterns */
add_filter( 'block_editor_settings_all', function( $settings ) {
$settings['disableContentOnlyForUnsyncedPatterns'] = true;
return $settings;
} );Quelle: https://make.wordpress.org/core/2026/03/15/pattern-editing-in-wordpress-7-0/
Welche Einstellung der Code ändert
Der Code greift in die Einstellungen des Block-Editors ein und setzt die Option disableContentOnlyForUnsyncedPatterns auf true. Dadurch wird verhindert, dass WordPress den Zugriff auf unsynchronisierte Patterns im Content-only-Modus einschränkt.
Vor der Änderung solltet ihr auf jeden Fall erst mal eine Sicherung eurer WordPress-Instanz erstellen.

Fazit
WordPress 7.0 macht Patterns sicherer und stärker auf Inhalte fokussiert. Wer jedoch mit unsynchronisierten Patterns wie bisher arbeiten möchte, kann das neue Verhalten per Code wieder abschalten. Für Redakteure bedeutet das mehr Freiheit im Editor, für Administratoren eine gezielte Steuerung der Bearbeitungslogik. Bei Kundenseiten kann diese Änderung in WordPress 7.0 aber weiterhin interessant sein, damit der Zugriff und damit die Änderung von Patterns für Kunden nicht so einfach ermöglicht wird. Da lohnt es sich eher, auf das Snippet zu verzichten.
Links, Quellen und aktuelle Infos
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