WordPress 5.3

WordPress 5.3 – Updaten?

WordPress 5.3 ist heute (13.11.2019) veröffentlicht worden

Soll man jetzt schon updaten?

Was ist neu in WordPress 5.3?

Die neue Version WordPress 5.3 enthält hauptsächlich Verbesserungen zum Block-Editor (Gutenberg). Mittlerweile setzen wir nach den anfänglichen Schwierigkeiten zu Beginn des Jahres 2019 bei immer mehr Projekten auf den neuen Block-Editor.
WordPress 5.3 enthält z. B. folgende Verbesserungen:

  • die Benutzerfreundlichkeit wurde verbessert, z. B. durch eine verbesserte Unterstützung für große Bilder
  • Verbesserung der Barrierefreiheit durch entsprechende Integration von Block-Editor-Stilen
  • die Design-Flexibilität wurde erweitert, z. B. kann mit einem neuen Block eine Seite in „farbenfrohe Abschnitte“ unterteilt werden.
  • als neues theme wird twenty-twenty angeboten
  • Bilder können beim Upload gedreht werden
  • die Überprüfung des Webseitenzustands wurde erweitert
  • die Verifizierung der E-Mail-Adresse des Administrators wurde integriert
  • die Kompatibilität mit PHP 7.4 wurde weiterentwickelt

Alle Verbesserungen der neuen Version sieht man wie immer direkt nach dem Update. Aber auch nachträglich kann man sich das ansehen, wenn man hinter der URL seiner Webseite /wp-admin/about.php anhängt.
Das funktioniert natürlich nur, wenn man sich entsprechend auf der Webseite angemeldet hat.

Update von WordPress 5.3 unbedingt erst mal in einer Testumgebung durchführen

Updates bei WordPress unterscheiden sich in große Versionssprünge, die in der Regel manuell ausgeführt werden und kleinere Versionssprünge, die automatisch durchgeführt werden. Wie immer bei einem größeren Update führen wir das Update zunächst mal in einer Testumgebung oder auf einer lokalen Instanz durch.
Im nebenstehenden Screenshot sieht man, dass noch nicht alle Aktualisierungen von Plugins und themes durchgeführt worden sind. Deswegen steht auch die Anzahl in rot (in unserem Fall handelt es sich um 6 Aktualisierungen) neben dem Wort „Aktualisierungen“.

WordPress 5.3
Grafik: WordPress

Das ist eher ungünstig und sollte vorher erledigt sein, damit man sicher sein kann, dass alle Plugins und das aktive theme bei der aktuell verwendeten Version (in diesem Fall 5.2.4) funktionieren.

Also: Erst mal Plugins und themes updaten und danach erst auf WordPress 5.3 updaten.
Keine Angst: Wenn man dann nach später auf „Bitte aktualisiere jetzt“ klickt, wird man auf eine nächste Seite geleitet, auf der man dann erst das Update durchführt.

Auf der Seite, auf der man sich dann befindet, kann man dann auf den Button „Jetzt aktualisieren“ klicken. Danach wird auf WordPress 5.3 aktualisiert. Nach der Aktualisierung sollte man in der Testumgebung prüfen, ob alles so funktioniert, wie man sich das vorstellt. Erst danach sollte ein Update der Live-Version, also der Version, auf die die Benutzer Netz im tatsächlich zugreifen, vorgenommen werden.
Wir führen übrigens zunächst den Test auf der lokalen Instanz, danach in einer Testumgebung und dann erst auf der Live-Version durch.

WordPress 5.3
Grafik: WordPress

Sichern, sichern, sichern …

Ein ganz wichtiger Aspekt und zwar nicht nur vor einem Update von WordPress, Plugins und/oder Themes ist das Thema „Sicherung“. Wir führen z. B. regelmäßig Sicherungen, teilweise auch automatisiert, aber auch manuell durch. Bei der automatisierten Sicherung nutzen wir seit Jahren das Plugin „Updraft Plus„.

Die manuelle Sicherung

Eine manuelle Sicherung ist naturgemäß aufwendiger: Dabei werden alle Daten der WordPress – Instanz per FTP auf die lokale Festplatte kopiert. Dazu brauchen Sie entsprechende FTP-Zugangsdaten, die Sie von Ihrem Hoster erhalten haben (sonst einfach Kontakt zu Ihrem Hoster aufnehmen). Außerdem benötigen Sie die Zugangsdaten für phpMyAdmin. Loggen Sie sich über den Kundenbereich des Hosters ein. Anschließend wählen Sie die Datenbank der WordPress-Installation aus.

Klicken Sie dann im Menü auf “Exportieren” und wählen Sie dabei das Format „SQL“ aus. Bestätigen Sie dann die Auswahl. Eine Wiederherstellung erfolgt, in dem man die Daten vom lokalen Rechner wieder auf den Webspace per FTP überträgt. Die Datenbank wird über phpMyAdmin wiederhergestellt, indem man nach Auswahl der Datenbank, auf „Importieren“ klickt und über „Durchsuchen“ die .sql-Datei des Backups auswählt. Normalerweise können die Standardeinstellungen beibehalten werden. Allerdings sollten Sie bei den Einstellungen prüfen, ob das Format „sql“ und die Zeichenkodierung „utf-8“ eingestellt ist.

Sicherung über das WordPress – Plugin Updraft Plus

Wesentlich einfacher ist natürlich die Datensicherung über ein Plugin wie z. B. „Updraft Plus“. Mit Updraft Plus kann man nicht nur auf Knopfdruck die Daten sichern, sondern es bestehen noch weitergehende Möglichkeiten:

  • Monatliche, wöchentliche und tägliche Sicherungen
  • Sicherungen in bestimmten Zeitabständen (Sicherungspläne erstellen)
  • zusätzliche Sicherungen der Datenbank
  • Hochladen der Sicherungen in eine Cloud, etc.

Wie das Plugin installiert und eingestellt wird und im Einzelnen funktioniert, wird in diesem umfangreichen Beitrag gut erklärt. Mit der kostenpflichtigen Version von Updraft Plus kann man relativ unproblematisch eine Migration der Webseite z. B. zu einem anderen Hoster durchführen. Das ist allerdings ein anderes Thema und wir werden zu gegebener Zeit dazu sicherlich auch noch einen Beitrag schreiben.

Jetzt das Update auf WordPress 5.3 durchführen?

Ruhig mal ein paar Tage warten …

Daher unser Tipp: Update in Testumgebung durchführen, testen, in Foren recherchieren und wenn man den Eindruck hat, dass es läuft, dann … updaten.

Und wenn man alle o. g. Aspekte berücksichtigt hat, einen umfangreichen Test in einer Testumgebung durchgeführt und eine gute Sicherung erstellt hat, ist es Zeit für das Update ? – Noch nicht ganz: Vorher würde ich mal einen Blick in die einschlägigen Foren werfen, um mal zu sehen, ob es irgendwelche Probleme gibt. In erster Linie sollte man in das deutsche WordPress-Forum schauen.

Aber auch ein Blick in das englischsprachige Forum ist auf jeden Fall zu empfehlen, weil sich da naturgemäß wesentlich mehr WordPress-Benutzer tummeln.

Es ist nach meiner Erfahrung auch nicht schlecht, wenn man erst mal einige Tage verstreichen lässt, bevor man das Update in der Live-Version durchführt. Es kann in diesem Fall durchaus auch sein, dass kleinere Updates nachgeschoben werden, die bereits Fehler beheben.

Nachtrag (3.12.2019): Mittlerweile sind ca. 2 Wochen vergangen und wir haben jetzt alle Webseiten auf WordPress 5.3 umgestellt. Dabei hatten wir nur in einzelnen Fällen kleinere Schwierigkeiten, die wir aber ziemlich schnell beheben konnten. Wer jetzt noch nicht auf WordPress 5.3 upgedatet hat, sollte das möglichst schnell machen.

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