Laragon - lokaler Server

Laragon als lokaler Server für WordPress

WordPress: Migration oder Neuinstallation einer Webseite auf einen lokalen Server mit Laragon

Installation von Laragon und Neuinstallation einer WordPress – Seite

Wozu eigentlich eine lokale Version der Webseite ? – Immer dann, wenn ein Update von Plugins oder eines Themes ansteht, ist es besser, wenn man das Update erst mal testen kann. In dem Zusammenhang gibt es einige Möglichkeiten: Nachdem wir seit Jahren XAMPP als lokalen Server für WordPress – Webseiten eingesetzt habe, sind wir jetzt auf Laragon umgestiegen. In einigen Bereichen ist die Arbeit mit Laragon nicht so umständlich wie mit XAMPP. Daneben gibt es als lokalen Server auch noch Local by Flywheel.

Auf einer lokalen Instanz der Webseite kann ich die Updates erst mal in Ruhe testen. Wenn sich dann herausstellt, dass alles so weit sauber auf der lokalen Instanz läuft, kann ich das Update einigermaßen beruhigt auch in der Liveversion umsetzen.

Keine Bange: Auch wenn sich das alles ziemlich technisch anhört, die Installation und Arbeit mit Laragon ist relativ unproblematisch.

Nach dem Download und der Installation von Laragon, kann man über das Menü, das etwas eigentümlich plaziert ist, wordpress installieren. Das geht ziemlich flott und eine neue Seite ist damit ruckzuck erstellt. Hier kann man dann z. B. schon ein anderes theme oder Plugins testen.

Laragon - lokaler Server
Grafik: Laragon

Migration einer bestehenden WordPress – Seite

Wenn man allerdings eine bestehende Seite als lokale Seite migrieren will, dann ist das mit etwas Aufwand verbunden. Daher hier eine kleine Anleitung, wie wir das gemacht haben:

Migration auf Laragon

Updraft Plus
Grafik: haurand.com
  1. Laragon starten
  2. über Menü > Neue Webseite erstellen > WordPress eine neue leere WordPress – Seite erstellen
  3. Updraft Plus installieren. Sinnvoll ist in dem Fall allerdings, dass Updraft Plus als Plugin zur Datensicherung bereits auf der Seite installiert ist, die migriert werden soll. Updraft Plus in der frei erhältlichen Version bietet keine automatische Migration. Es gibt allerdings eine Premium-Version, mit deren Hilfe die Migration noch viel einfacher durchgeführt werden kann.
  4. Die vorher lokal per FTP runtergeladenen Sicherungsdateien in UpdraftPlus hochladen. Dazu werden die Sicherungsdateien in das UpdraftPlus-Verzeichnis (normalerweise in wp-content/updraft) kopiert. Anschließend Klick auf „Lokalen Ordner erneut nach Sicherungs-Sets durchsuchen“.
  5. Danach erscheinen alle Dateien in der Updraft – Sicherung
  6. Zunächst sollte die Datenbank wiederhergestellt werden: Datenbanksicherung auswählen und auf den Button „Wiederherstellen“ klicken.
  7. Anschließend mit dem Original-Kennwort anmelden. Das vorher festgelegte Kennwort bei der Installation von WordPress gilt dann nicht mehr, es sei denn, man hat das gleiche Kennwort gewählt.
  8. Danach alle anderen Sicherungsdateien wählen und wiederherstellen. Dabei wurde die Plugin – Wiederherstellung leider wegen eines Fehler in einem Plugin abgebrochen. Das war aber nicht weiter schlimm.
  9. Die Themes wurden nicht wiederhergestellt. Daher war es notwendig, die Dateien aus der ZIP-Datei in den Ordner themes zu kopieren. Anschließend funktionierte die Seite.
  10. Sicherheitshalber sollte die Farbe beim Profil für Dashboard bezogen auf den Benutzer geändert werden. Dies ist sinnvoll, damit man auch schon optisch sehen kann, dass man nicht an der „echten“ Version bastelt. Außerdem ist es empfehlenswert, unter Einstellungen die Beschreibung zu ändern (z. B. meine tolle Seite – TESTUMGEBUNG !!!)

Korrekturen an der Datenbank

Wordpress Einstellungen
Grafik: haurand.com
  1. Jetzt erfolgt die „Feinarbeit“, denn in der Datenbank stehen noch viele Einträge mit der URL der Originalseite. Diese Einträge kann man mit dem tollen Plugin Better Search and Replace ersetzen. Das Plugin installieren und aktivieren.
  2. An dieser Stelle sollte man zunächst noch mal zumindest eine Sicherung der Datenbank erstellen. Möglicherweise sollten nicht notwendige Plugins deaktiviert oder sogar gelöscht werden. Beispielsweise macht die Installation von YOAST auf einem lokalen Server keinen Sinn.
  3. Die vorher importierten Sicherungsdateien können ggfs. wieder gelöscht werden (siehe 4. im ersten Teil) , damit man Speicherplatz spart.
  4. Better Search and Replace starten
  5. „https://meine_tolle_seite.de“ ersetzen durch „http://meine_tolle_seite.test“. Hier ist natürlich wichtig, dass die URL genutzt wird, unter der die lokale Seiteinstalliert wurde. Das sieht man z. B. in den Einstellungen > Allgemein.
  6. Nach dem Testlauf und Kontrolle ersetzen lassen (in der Regel ist es besser, nicht mehr benötigte Plugins vorher zu löschen, weil das sonst sehr lange dauern kann).

Laragon incl. lokaler Instanzen kopieren

Unproblematisch ist auch, wenn man den kompletten Ordner von Laragon auf einen anderen Rechner kopiert. Die lokalen Webseiten funktionierten danach auf dem Zielrechner genau so einwandfrei wie auf dem anderen Rechner. Allerdings waren Ordner und Laufwerk bei beiden Rechnern gleich (im Beispiel d:\laragon)

Laragon: Webseiten erstellen (Konfiguration)

Im Menü unter „Neue Webseite erstellen“ > Konfiguration (sites.conf) findet man u. a. auch die Ordner mit den jeweiligen CMS. Bei WordPress greift Laragon standardmäßig auf die Datei https://wordpress.org/latest.tar.gz zu. Das könnte natürlich auch anders eingerichtet werden.

Virenscanner (z. B. Avira) blockiert den Aufruf der lokalen Webseite

Bei einigen Installationen hat der Virenscanner den Aufruf der Webseite blockiert. Das liegt in der Regel daran, dass die automatische Erstellung virtueller Hosts nicht aktiviert werden kann. In dem Fall blockiert der Virenscanner (z. B. Avira) diese Option. Avira zeigt in diesem Fall eine Warnung. Am besten geht man dann in dem Popup-Fenster von Avira auf „Einstellungen ändern“ oder auf das Zahnradsymbol und ändert anschließend die Einstellungen.
Wie das grundsätzlich geändert werden kann, ist auch auf der folgenden Webseite beschrieben.

Migration mit den Plugins All-in-One Migration und Duplicator

Noch einfacher ist auf jeden Fall die Migration mit dem Plugin All-in-One Migration. Allerdings sollte die Webseite in diesem Fall nicht zu umfangreich sein, weil ansonsten die kostenpflichtige Version notwendig ist. Bei kleineren Webseiten ist dieses Plugin aber zu empfehlen.

Zu einem späteren Zeitpunkt habe ich mir in diesem Zusammenhang noch mal Duplicator angesehen. Vor einigen Jahren hatte ich das Plugin im Einsatz, hatte aber einige Schwierigkeiten insbesondere bei der Migration „größerer“ Webseiten. Aufgrund verschiedener Hinweise im Forum von WordPress habe ich Duplicator noch mal getestet und muss sagen, dass es kaum eine einfachere Möglichkeit der Migration bei „kleineren“ Seiten gibt.

Letztendlich setze ich seit einiger Zeit doch wieder eher auf den Duplicator als auf All-in-one-Migration.

Was halten Sie davon?

Wir hoffen, dieser Beitrag hat Ihnen gefallen und wir würden uns über einen Kommentar freuen. Auch über Erweiterungen, Korrekturen, Hinweise oder sonstige Anmerkungen freuen wir uns sehr.

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