Ein KI generiertes Comic zum Vergleich Block Themes und klassische Themes

Block Themes und/oder klassische Themes?

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Block Themes und/oder klassische Themes in 2026?

Wir setzen nicht nur auf unserer Website ein Block Theme (unser eigenes Block Theme Circles WP) ein, sondern verwenden auch bei Projekten für Kunden nur noch Block Themes wie Twenty Twenty-Four, Twenty Twenty-Five und Ollie. Warum das so ist, beschreibe ich in dem folgenden Beitrag.

Wir verwenden auf haurand.com und bei Kundenprojekten ausschließlich Block Themes, weil sich damit Layout, Inhalt und Präsentation innerhalb eines konsistenten WordPress-Paradigmas abbilden lassen. Der Einsatz von Block Themes ermöglicht eine engere Verzahnung zwischen dem Block Editor, globalen Stileinstellungen und Template-Struktur. Dadurch werden Wartung, Erweiterbarkeit und konsistente Gestaltung deutlich vereinfacht.

Wenn man versucht, eine Zeile über der Navigation z. B. mit Kontakten wie Telefonnummer oder Mailadresse bei einem klassischen Theme zu erstellen, ist das in der Regel nicht einfach. Das klappt normalerweise nur mit den Premium-Versionen der klassischen Themes, wenn man nicht selbst den Code der Templates beabeiten möchte. Bei einem Block Theme ist das kein Problem, siehe hier.

Der Block-Theme-Ansatz bietet Vorteile bei der Wiederverwendbarkeit von Layout-Bausteinen (Vorlagen bzw. Patterns), bei der Pflege von globalen Designparametern (Styles bzw. Stile) und bei der Anpassung von Seiten- und Vorlagenstrukturen (Templates) direkt im WordPress-Ökosystem. Änderungen an Typografie, Abständen, Farbsystemen oder Template-Varianten lassen sich zentraler und nachvollziehbarer steuern als in vielen klassischen Theme-Setups.

Zusätzlich unterstützt diese Architektur einen zukunftssicheren Workflow, da WordPress seine Weiterentwicklung klar in Richtung Block-basierter Arbeitsweisen ausrichtet. Das kann man auch sehr gut sehen, wenn man sich ansieht, welche Dinge in WordPress 7.0 geplant sind. Für projektspezifische Anforderungen bedeutet das: weniger Sonderlogik, klarere Struktur, bessere Skalierbarkeit und eine sauberere Trennung zwischen Inhalt und Präsentation.

Wie unterscheiden sich Block Themes und klassische Themes?

Block Themes und klassische Themes unterscheiden sich grundlegend in Architektur, Benutzerfreundlichkeit und technischen Eigenschaften. Klassische Themes basieren seit 2003 auf PHP-Template-Dateien wie index.php, header.php und style.css, die feste Layouts definieren und Code-Kenntnisse für Anpassungen erfordern. Block Themes, eingeführt mit WordPress 5.9 (2022), ersetzen dieses System durch HTML-Templates (header.html, index.html) und die zentrale theme.json-Konfigurationsdatei, die im visuellen Site Editor bearbeitet werden.

Bei der grundsätzlichen Bearbeitung einer Website mit einem Block Theme muss man die theme.json nicht zwingend bearbeiten oder ändern. Viele Anpassungen lassen sich direkt im Site Editor vornehmen – etwa Header, Footer, Vorlagen, Template-Teile, Abstände, Farben oder Schriftgrößen. Besonders praktisch ist der Bereich Design > Stile, wo man Schriften, Farbpaletten, Layout-Optionen und die Gestaltung ganzer Block-Typen visuell anpassen kann, ohne jemals Code zu schreiben oder die theme.json anzutasten.

Das ist auch einer der großen Vorteile von Block Themes: Sie machen viele Änderungen direkt im Editor möglich, ohne dass man in die technische Grundstruktur eingreifen muss. Gerade für kleinere Anpassungen, Redaktionsarbeit oder den laufenden Betrieb ist das sehr praktisch. Die theme.json ist damit eher die optionale Basis für tiefergehende Global-Styles, aber nicht der erste Schritt bei jeder Bearbeitung. Für alltägliche Änderungen, Redaktionsarbeit oder Design-Anpassungen reicht der Editor völlig aus.

Die theme.json kommt erst ins Spiel, wenn man globale Vorgaben zentral steuern will – wie einheitliche Design-Systeme oder präzise Standards. Sie ist also ein Werkzeug für systematische Feinabstimmung, nicht die Voraussetzung für jede Bearbeitung.

Einschränkungen bei Block Themes

Nicht alles ist aktuell ohne Code möglich. Animationen (Hover-, Focus-Effekte), komplexe Interaktionen oder spezielle Layouts erfordern aktuell weiterhin CSS in „Zusätzliches CSS“. Block Themes machen vieles visuell editierbar, aber für fortgeschrittene Effekte braucht man nach wie vor zumindest in Teilbereichen Custom-Code und hier speziell Anpassungen über Custom CSS (Zusätzliches CSS). Diese Optionen bestehen allerdings auch in der Regel nicht bei Verwendung von klassischen Themes, es sei denn man verwendet Pagebuilder. Aber das ist für uns keine Alternative. Warum das so ist, habe ich in dem folgenden Beitrag geschrieben.

Noch immer etwas vernachlässigt ist die Navigation. Der Navigation-Block ist weiterhin sperrig bei der Erstellung und ist auch im Vergleich zu der Navigation bei den klassischen Themes optisch nicht besonders schön. In WordPress 7.0 wird sich da schon etwas ändern.

Aber auch mit zusätzlichen Plugins wie beispielsweise das von mir entwickelte Plugin Dynamic Header & Navigation for Block Themes kann man die Navigation durchaus aufpimpen. Das könnt ihr hier auf haurand.com sehen.

Info

Dynamic Header & Navigation for Block Themes“ (vorheriger Name: „Shrinking Logo Sticky Header“) ist ein leichtgewichtiges WordPress-Plugin, das speziell für Block-Themes entwickelt wurde.
Es fügt einen modernen Sticky Header mit sanften, animierten Schrumpfeffekten für Header und Logo hinzu. Außerdem besteht die Möglichkeit, einen Breakpoint für das mobile Menü zu definieren und eine Option für Off-Canvas einzurichten. Off-Canvas ist ein Bereich, der zunächst außerhalb des sichtbaren Bereichs liegt und erst bei Bedarf von rechts eingeblendet wird, zum Beispiel durch einen Klick auf das Menü-Symbol (Hamburger).

Vorteile von Block Themes

Enge Verzahnung von Block Themes mit dem WordPress Core

Die enge Verzahnung von Block Themes mit dem WordPress Core bietet eine besonders zukunftsfähige Grundlage. Da Gestaltung, Struktur und Inhalte direkt auf den nativen Funktionen von WordPress aufbauen, entsteht ein konsistentes System, das ohne zusätzliche Abhängigkeiten auskommt und sich deutlich einfacher weiterentwickeln lässt.

Ein wesentlicher Vorteil liegt in der hohen Kompatibilität mit der langfristigen Entwicklungsrichtung von WordPress.

Zudem profitieren Block Themes von kontinuierlichen Verbesserungen im WordPress-Ökosystem, etwa bei der Bearbeitung von Templates, globalen Stilen, Layout-Steuerung und Editor-Funktionen. Dadurch wachsen die Möglichkeiten von Version zu Version weiter, ohne dass Projekte grundsätzlich umgebaut werden müssen.

Genau daraus ergeben sich die guten Perspektiven für die Zukunft: weniger Abhängigkeit von externen Systemen, mehr Standardisierung und eine klar erkennbare Entwicklung in Richtung eines vollständig blockbasierten WordPress-Workflows.

Benutzerfreundlichkeit

Benutzerfreundlichkeit macht Block Themes normalerweise auch für Neulinge attraktiv: Der Site Editor ermöglicht Live-Vorschau und Drag-and-Drop-Block-Platzierung ohne Programmierung, während Fortgeschrittene theme.json für präzise Global Styles nutzen. Klassische Themes zwingen hingegen zu FTP-Zugriff und PHP/CSS-Bearbeitung, was für Einsteiger fehleranfällig ist.

Barrierefreiheit

Barrierefreiheit ist bei Block Themes durch semantische Block-Strukturen (Heading, Paragraph, Navigation) deutlich besser: Automatische ARIA-Attribute und WCAG-konforme Defaults sind weitestgehend integriert. Klassische Themes erzeugen oft unstrukturierte <div>-Konstrukte, die manuell für Screenreader optimiert werden müssen.

Performance

Performance sprechen stark für Block Themes: Statisches HTML mit minimalem PHP-Rendering und kompakte theme.json-Styles reduzieren Serverlast und Ladezeiten. Klassische Themes laden bei jedem Request PHP-Dateien und erzeugen durch Pagebuilder wie Elementor aufgeblähten Code.

Relaunch

Hier kommt es natürlich auf das jeweilige Projekt und das verwendete klassische Theme an. Bei „einfachen“ Websites (also ohne Shop) ist ein Relaunch relativ einfach möglich, wenn man sich vorher schon intensiv mit den Möglichkeiten von Block Themes beschäftigt hat.

Beim Relaunch von klassischen zu Block Themes ist der Workflow entscheidend: Bestehende PHP-Layouts müssen in HTML-Templates umgewandelt werden, style.css in theme.json übertragen und benutzerdefinierte PHP-Logik durch Core-Blocks ersetzt werden. Vorteil: Modernes, performantes Design ohne Legacy-Code. Nachteil: Komplexe Custom-Funktionen müssen neu implementiert werden.

Wenn Pagebuilder wie Elementor verwendet werden, kann es notwendig sein, die Website komplett neu zu erstellen.

In einem Beitrag habe ich übrigens den Relaunch einer Magazin-Website dokumentiert, den ich auf der FrosCon 2025 live durchgeführt habe.

Nachteile

Trotz ihrer vielen Vorteile bringen Block Themes auch einige Nachteile mit sich. Für erfahrene Entwicklerinnen und Entwickler kann der Umstieg zunächst ungewohnt sein, da sich Arbeitsweise und Denkmodell deutlich von klassischen Themes unterscheiden. Zudem sind manche Workflows noch nicht so ausgereift oder flexibel, insbesondere wenn sehr individuelle Layouts, komplexe Sonderfunktionen oder stark angepasste Designs umgesetzt werden sollen.

Auch die Abhängigkeit vom aktuellen Stand des WordPress-Cores kann dazu führen, dass sich Funktionen und Bedienung mit Updates verändern, was eine gewisse Lernbereitschaft und regelmäßige Anpassung erfordert.

Eine weitere Einschränkung betrifft den Block Editor selbst, der (aktuell noch) nicht alle Optionen bietet. Aber daran wird weiter verstärkt gearbeitet und wie man bei WordPress 7.0 sehen kann, hat sich wieder einiges verbessert.

Akzeptanz von Block Themes

Die Akzeptanz von Block Themes wächst stetig, bleibt aber hinter klassischen Themes zurück. Seit Einführung mit WordPress 5.9 (2022) hat sich die Nutzung deutlich entwickelt. Im WordPress-Theme-Verzeichnis sind aktuell 1,553 Block Themes verfügbar. Der Anteil neuer Themes liegt geschätzt bei 30–40% Block Themes, mit Prognose 50% bis Ende 2026.

Rise of Block-Based Themes
Block-based themes are now mainstream. With Full Site Editing (FSE) built into WordPress, users can design everything from headers to footers inside the editor.

Themes like Kadence, Blocksy, and Twenty Twenty-Four lead this movement with flexibility and ease of use. Block-based design makes WordPress more visual, faster to customize, and future-ready.



Full-site editing becomes the norm: More users will rely on native block tools instead of page builders. Themes will act as style systems rather than full layout bundles.

Quelle: https://wpworth.com/wordpress-theme-usage-statistics/

Aktuelle Marktanteile (Schätzungen für 2026):

Ein neues Standard Theme (Twenty Twenty-Seven) ist übrigens für WordPress 7.2 geplant. WordPress 7.2 soll Anfang Dezember 2026 veröffentlicht werden.

Fazit

Für uns kommen mittlerweile nur noch Block Themes wie Twenty Twenty-Four, Twenty Twenty-Five und Ollie infrage. Aktuell arbeiten wir am Relaunch der Website einer großen Schule. Wir sind auf Websites für Schulen spezialisiert und sehen gerade in diesem Bereich viele Möglichkeiten, die sich mit klassischen Themes kaum umsetzen lassen. Die Fertigstellung der Schulwebsite ist übrigens für Juni oder Juli geplant. Danach werden wir diesen Beitrag sicher noch ergänzen.

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